Das aufschlussreichste Beispiel für die menschliche Natur findet sich im Neuen Testament, als Petrus und Jesus Christus miteinander sprechen und Petrus seinem Meister versichert, dass er dessen Hingabe für vollkommen aufrichtig hält. Daraufhin sagt Jesus zu ihm, dass er ihn dreimal verleugnet haben wird, ehe der Hahn kräht. Jeder Mensch spricht zunächst aus seiner eigenen Schwäche heraus. Die eigenen Grenzen anzuerkennen, sich ihnen nicht immer zu ergeben, sondern sie zu überwinden, zwingt uns, von unserem wahren Wesen aus zu denken, nicht von dem, was wir zu sein glauben. Wer seine Schwächen nicht kennt, sie vergisst oder nicht berücksichtigt, hat den Bezug zur Realität verloren, wie man heute sagt. Den Bezug zur Realität verloren zu haben bedeutet, sich auf einer fremden Weide zu ernähren, die eigene Weide zu verlassen, um eine andere, bessere Weide zu finden, weil sie anders ist. Wurzellosigkeit bedeutet auch, dass die gewonnenen Aussagen problemlos überall auf der Welt erlangt werden könnten, da sie wurzellos, in jede beliebige Sprache übersetzbar und wie ein Computer-„Framework“ exportierbar sind. Das Ziel ist durch den Wunsch gekennzeichnet, ein solches Maß an Abstraktion und Wurzellosigkeit zu erreichen, dass die Frage selbst bedeutungslos wird.
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