Im Mittelalter, als die Gläubigen es gewohnt waren, die Kommunion nur zur Osterzeit zu empfangen, äußerten fromme Menschen, in der Regel Frauen, den Wunsch, dies häufiger zu tun.
So entstand der Brauch der geistigen Kommunion. „Gegen Ende des 12. Jahrhunderts bestand die beliebteste Form der geistigen Kommunion darin, während der Elevation nach der Wandlung ein Gebet und Bitten zu sprechen. […] Man geht davon aus, dass das Lobgebet oder das gesegnete Brot ein völlig akzeptabler Ersatz für die sakramentale Kommunion war […].“.
Einigen Autoren zufolge konnten auch der Segen und der Friedenskuss die Kommunion ersetzen. […] Die geistige Kommunion wurde jenen empfohlen, die zu krank waren, um die konsekrierten Elemente zu empfangen. […] Theologen unterstützten diese Praxis mit der Lehre, dass man durch die geistige Kommunion ebenso viele für das Heil notwendige Gnaden empfängt wie durch die sakramentale Kommunion“ (G. Macy in: Eucharistia. Encyclopedia of the Eucharist, herausgegeben von M. Brouard, Paris, 2002, S. 182).
Auch wenn die tägliche Beichte heute üblich ist, lädt die Kirche die Gläubigen dennoch dazu ein, den ganzen Tag über häufig geistliche Kommunionen zu sprechen, um von der Liebe zu Gott entflammt zu werden, „um mit dem Erlöser vereint zu sein in lebendigem Glauben, ehrfürchtig demütigem Geist und Vertrauen auf seinen Willen, in innigster Liebe“ (Pius XII., Enzyklika Mediator Dei, 20. November 1947). Bischof Le Tourneau
Hier sind zwei Formeln für die spirituelle Kommunion:
„Herr, ich möchte dich mit Reinheit, Demut und Hingabe empfangen.“
mit der dich deine heiligste Mutter empfangen hat;
mit dem Geist und der Inbrunst der Heiligen
„Mein Jesus, ich glaube, dass du hier im Allerheiligsten Sakrament gegenwärtig bist. Ich liebe dich über alles und sehne mich innig danach, dich zu empfangen.“.
Da ich dies im Moment aber nicht sakramental tun kann, komm wenigstens geistig in mein Herz.
Als wärst du schon da, verehre ich dich und vereine mich ganz mit dir; erlaube mir nicht, jemals von dir getrennt zu werden.
Jesus, mein Schatz, meine süße Liebe, entzünde mein Herz mit Liebe, damit es immerdar in Liebe zu dir brenne.
Cherubim, Seraphim, die Jesus im Allerheiligsten Sakrament Tag und Nacht anbeten, betet für uns und schenkt uns den heiligen Segen Jesu und Mariens.
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