Nachwort (von Georges Mathieu)

Wenn Frankreichs Unglücke als Beispiel dienen, werden wir dreißig Jahre brauchen, um uns von der jüngsten Krise zu erholen: der Nachlässigkeit der Rechten gepaart mit dem Sektierertum der Linken. Seit fast einem halben Jahrhundert sind wir dem Terror einer Intelligenzija ausgesetzt, die nacheinander von Marxismus, Leninismus, Maoismus, Sozialismus und Sozialdemokratie korrumpiert wurde, ganz zu schweigen vom entfesselten Kapitalismus. Hinzu kommt jüngst der künstlerische Terrorismus, der Subversion, Provokation und das Absurde in den Mittelpunkt seines Credos gestellt hat, um auf Schönheit gegründete Werte zu zerstören. Solange es keine vollständige Umkehr der Ziele unseres Handelns gibt, solange unsere Führer die wirtschaftliche Expansion als oberstes Ziel betrachten, anstatt der ästhetischen Dimension unseres Lebens höchste Priorität einzuräumen, wird es keine wahre Zivilisation geben.

Nachtrag:

Dieses Nachwort meines lieben Freundes Georges Mathieu (1921–2012) zu seinem Buch „ Das Massaker der Empfindsamkeit“, das 1996 bei Odilon Media erschien, taucht immer wieder auf…


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